Regelwerk

Präambel

Das Regelwerk ist deshalb so umfangreich gestaltet, damit es im Streitfall möglichst alle Eventualitäten abdeckt. Alle hier angeführten Punkte sind im Geiste der Fairness und des gegenseitigen Respekts und der gegenseitigen Rücksichtnahme anzuwenden und sollten nicht dazu dienen, anderen in unsportlicher Weise Schaden zuzufügen.

Allgemeines

Diese Veranstaltung wird durchgeführt, um den offiziellen OÖ-Cupsieger der Damen, der Herren sowie der vordefinierten Spielstärkegrade zu ermitteln. Dies wurde offiziell vom OÖTV genehmigt.

Für die Durchführung und die Beaufsichtigung der OÖ-Teamcups ist ausschließlich der Veranstalter zuständig.

Mit der Abgabe und Nennung der Mannschaften akzeptieren und anerkennen die teilnehmenden Vereine und Mannschaften das vom Veranstalter vorgelegte Regelwerk in der jeweils gültigen Fassung vollinhaltlich.

Das hier aufliegende Regelwerk gilt immer für ein CUP-Jahr. Es erlangt seine Gültigkeit - sofern hier nichts anderes angeführt ist - spätestens mit Beginn der Nennphase und gilt dann bis Ende der CUP-Finals.

Teilnahmebedingungen

Es sind alle Mitgliedsvereine des OÖTV teilnahmeberechtigt. Jeder Verein darf pro Bewerb maximal eine Mannschaft nennen.

Das Startgeld beträgt 119,- Euro pro Mannschaft und ist bis 31. Mai des jeweiligen Spieljahres zu bezahlen. Das Konto wird den Teilnehmer spätestens nach der Auslosung bekannt gegeben.

Pro Bewerb können maximal 64 Mannschaften teilnehmen. Es gilt die zeitliche Reihenfolge der Anmeldung.

Der Veranstalter behält es sich vor, bei einer größeren Überschreitung der maximalen Teilnehmerzahl eines Bewerbes eine zusätzliche Spielrunde für diesen Bewerb einzuschieben. Angemeldete Mannschaften hätten dann allerdings das Recht, von ihrer Anmeldung zurückzutreten.

Spielklassen

Die Zuordnung zu den einzelnen Spielklassen ergibt sich aus den zu Jahresende eingefrorenen und auf eine Kommastelle gerundeten ITN-Werten. Diese ITN-Werte haben für die gesamte Saison Gültigkeit.

Bewerb Herren offen 
Beim offenen Bewerb Herren darf der ITN Wert der ersten 6 genannten Spieler maximal 27 betragen (Schnitt 4,5).

Bewerb Damen offen
Beim offenen Bewerb Damen darf der ITN Wert der ersten 5 genannten Spielerinnen maximal 35 betragen (Schnitt 7,0).

Bewerb ITN 12+
Bewerb ITN 16+
Bewerb ITN 20+
Bewerb ITN 22+ Damen

Die Zuordnung für diese 4 ITN Bewerbe richtet sich nach dem ITN-Wert der jeweils eingesetzten Spieler. Genaueres dazu siehe ITN-Vorgaben.

Mannschaftsnennung

Ein Verein kann mehrere Mannschaften nennen, maximal aber 1 pro Bewerb.

Die Mannschaftsnennung erfolgt im Zeitraum von 01. März bis 31. März im Meisterschaftsportal. Die Einhaltung der vorgegebenen Nennfristen ist unbedingt erforderlich, da nach Ablauf der Fristen keine Änderung seitens der Vereine mehr möglich sind.

Spielerliste

Die Spielerlisten werden im Zeitraum vom 1.-31. März erstellt, müssen aber nicht gleichzeitig mit der Mannschaftnennung gemacht werden. Bis zum Ende der Nennfrist kann diese Spielerliste immer wieder bearbeitet werden.

Für eine Mannschaft können maximal 12 Personen genannt werden. Diese dürfen in keiner anderen Spielerliste eines Cupbewerbes aufscheinen und müssen für den Verein auch für mindestens eine Mannschaft in der Mannschaftsmeisterschaft (in dem jeweiligen Bundesland für das genannt wird) desselben Jahres genannt und spielberechtigt sein (es gelten hier alle Alterklassen).
Sind Spieler in verschiedenen Vereinen für unterschiedliche Bewerbe genannt, dann steht es den Spielern frei, für welchen Verein sie sich beim Cup entscheiden. Es dürfen nur österreichische Staatsbürger (oder Gleichgestellte - siehe Vermerk in nuLiga) genannt werden.
Weiters können noch Spieler genannt werden, die für keinen Verein in Österreich für die Mannschaftsmeisterschaft genannt sind, trotzdem eine gültige Spielerlizenz besitzen (Gold Card) und als Mitglied in dem Verein registriert sind.

Die ersten 3  österreichischen (oder deren gleichgestellte) Spieler einer Spielerliste einer Bundesligamannschaft (allgemeine Klasse) sind im jeweiligen Landesbewerb nicht spielberechtigt.

Modus des gesamten Bewerbs

Es werden zwei Qualifikationsrunden gespielt. Beide Runden werden auf einmal ausgelost. So wird sichergestellt, dass jede Mannschaft ein Heimspiel und ein Auswärtsspiel erhält. Aus diesen beiden Qualifikationsrunden werden die Teilnehmer für den Hauptbewerb (KO-Phase) ermittelt.

Es scheiden grundsätzlich immer soviele Teilnehmer aus, dass der nächst mögliche Raster voll wird (8, 16, 32,). Die genaue Regelung dazu siehe "Teilnehmer der 1. Hauptrunde". Die maximale Teilnehmeranzahl beträgt 64 Mannschaften pro Bewerb.

Die Zulassung für den Hauptbewerb erfolgt aufgrund einer Reihung aus der Qualifikationsphase:

  1. Gewonnene Duelle
  2. Gewonnene Matches
  3. Gewonnene Tiebreak-Shootouts
  4. Gewonnene Sätze (Tiebreak statt 5. Satz zählt wie Satz)
  5. Losentscheid

Bei einer ungeraden Anzahl an Teilnehmern erhält die laut ITN-Wert stärkste Mannschaft (Summe der ersten 5 laut Spielerliste genannten Spieler) einen Sonderstatus. Sie nimmt nicht an der Qualifikation teil und ist automatisch im Hauptbewerb und dort auf Position 1 gesetzt. Sollte es im Hauptbewerb zu keinem Heimspiel kommen, dann wird das Startgeld zurückerstattet. Sollten mehrere Mannschaften auf den gleichen Wert kommen, dann wird der exakte ITN-Wert der Spieler am Tag vor der Auslosung herangezogen. Ist dann der Wert immer noch gleich, wird gelost. 

Der Veranstalter behält sich vor:

  • bei einer genügend großen Anzahl an Teilnehmern für die Qualifikationsphase eine Unterteilung in Regionen vorzunehmen, um zu große Anreisestrecken zu vermeiden. Ab der Hauptrunde gibt es definitiv keine Unterteilung mehr.
  • bei einer Teilnehmerzahl unter 12 Mannschaften den jeweiligen Bewerb nicht abzuhalten.

Modus eines einzelnen Duells

Allgemeines:
Spätestens eine halbe Stunde vor Spielbeginn muss der gegnerischen Mannschaft 1 Platz zum Einschlagen zur Verfügung gestellt werden.

Gespielt wird in zwei Durchgängen auf 2 Plätzen. Auf jedem der Plätze findet ein Einzel und ein Doppel statt. Auf welchem der Plätze mit dem Einzel begonnen wird, entscheidet der Heimverein.

  • 1. Durchgang: 1. Einzel / 1. Doppel
  • 2. Durchgang: 2. Doppel / 2. Einzel
  • Steht es dann 2:2, dann folgt ein Tiebreak-Shootout

Folgende Regeln sind dabei einzuhalten:

  • Das 1. Einzel und das 1. Doppel haben zum Zeitpunkt des offiziellen Spielbeginn zu beginnen (nicht erst das Einschlagen).
  • Das 2. Einzel hat spätestens 15 Minuten nach Ende des 1. Doppels auf diesem Platz zu beginnen (Match, nicht einschlagen).
  • Das 2. Doppel hat spätestens 15 Minuten nach Ende des gesamten ersten Durchganges (1. Einzel + 1. Doppel) auf dem Platz zu beginnen, wo das erste Einzel stattgefunden hat (Match, nicht einschlagen).
  • Die Nominierung der Spieler hat immer spätestens 5 Minuten vor Spielbeginn zu erfolgen (verdeckt).
  • Während der Pausen muss jedem eingesetzten Spielern des 2. Durchganges eine Mindesteinspielzeit von 8 Minuten gewährt werden. Wie viel er davon nimmt, bleibt dem Spieler überlassen. Die Einspielphase muss natürlich in der 15 Minuten Pause zwischen den beiden Durchgängen genommen werden.
  • Bei einem allfälligem Tiebreak-Shootout haben die beiden Spieler, die als nächstes an der Reihe sind, jeweils immer auf dem freien Platz die Möglichkeit, sich einzuschlagen.
  • Der Heimverein bestimmt, auf welchem Platz das Shootout stattfindet. Die einzelnen Tiebreaks im Shootout gehen nahtlos ineinander über.

Anzahl der eingesetzten Spieler:
Es müssen mindestens 4 Spieler eingesetzt werden. Sollte eine Mannschaft mit nur 3 Spielern antreten, dann ist folgendes zu beachten:

  • Ein entsprechender Vermerk ist auf dem Spielbericht mit der Aufstellung zu Durchgang 1 zu machen (bereits auf der verdeckten Aufstellung anzuführen)
  • Das 2. Einzel wird mit w.o. für den Gegner gewertet
  • Im 2. Doppel ist der ITN schwächere Spieler einzusetzen
  • Wird im 2.Doppel nicht der ITN schwächere Spieler eingesetzt (taktisch, verletzungsbedingt,...), dann entfällt in einem allfälligen Tiebreak-Shootout das Duell der beiden an 3 gesetzten Spieler, welches allerdings mit 7:0 für die mit 4 Spielern angetretene Mannschaft gerechnet wird.
  • Sollten beide Mannschaften zu Dritt antreten, dann können alle Spiele gespielt werden. Lediglich die entsprechenden Vorgaben für die Aufstellungen sind zu berücksichtigen.

Bei der Aufstellung für Einzel und Doppel ist zu berücksichtigen:
Der ITN Wert vom Spieler im 1. Einzel darf nicht höher sein als der ITN Wert vom Spieler im 2. Einzel. Doppel 2 darf nicht identisch wie Doppel 1 sein. Ansonsten sind die ITN-Vorgaben für den jeweiligen Bewerb einzuhalten.

Regeln für Einzel und Doppel (FAST4 Cupversion)

IM ÜBERBLICK:

  • kurze Sätze (bis 4 gewonnene Games, kurzes Tiebreak bis 5 bei 3:3)
  • best of five (3 gewonnene Sätze)
  • 5. Satz als normales Tiebreak (bis 7, 2 Punkte Unterschied)
  • Deciding Point (No Ad) mit Recivers Choice (Rückschläger wählt Seite) bei Einstand in Einzel und Doppel
  • No Let - Bei Netzaufschlag wird weitergespielt
  • Seitenwechsel nur nach den ersten 3 Games pro Satz und nach 4 gepielten Punkten im kurzen Tiebreak bzw. 6 gespielten Punkten im normalen Tiebreak
  • Sitzpause nur nach den ersten 3 Games pro Satz und nach Satzende
  • Der erste Aufschläger im Satz wechselt immer und darf sich auch die Seite aussuchen. Ausnahme: Im ersten Satz wird wie gehabt gelost und gewählt.

IM DETAIL:

Für Einzel und Doppel gelten die gleichen Regeln:

Kurze Sätze:
Ein Satz wird bis 4 gewonnene Games gespielt. Steht es 3:3, dann wird ein kurzes Tiebreak bis 5 gespielt. Dazu beginnt der Spieler, der mit dem Aufschlag an der Reihe ist (Spieler A) mit 2 Aufschlägen. Anschließend ist Spieler B 2 x mit dem Aufschlag an der Reihe. Dann wieder Spieler A und anschließend Spieler B mit den restlichen (wenn nötig also 3x).
Im Doppel analog: 2 x Spieler A, 2 x Spieler B, 2 x Partner von Spieler A, max. 3 x Partner von Spieler B.

Best of Five:
Es wird auf 3 Gewinnsätze gepielt, wobei ein fünfter Satz als Tiebreak (bis 7, 2 Punkte Unterschied) gespielt wird.

No Let:
Bei einem Aufschlag, der die Netzkante berührt aber trotzdem im richtigen Aufschlagfeld landet, wird weitergespielt. Im Doppel ist es egal, welcher Spieler bei einem Netzaufschlag den Return spielt!

 

Aufschlag und Seitenwahl:
Zu Beginn eines Spieles wird allgemein üblich gelost. Der Sieger der Wahl kann wie folgt vorgehen:

  • Er wählt Aufschlag oder Return (Gegner kann Seite wählen)
  • Er wählt die Seite, auf der er die ersten 3 Games spielt (Gegner kann Aufschlag oder Return wählen)
  • Er überlässt dem Gegner die Wahl (dieser kann dann Aufschlag/Return oder die Seite wählen) - er selbst entsprechend das andere

Der Spieler, der das Spiel mit dem Aufschlag beginnt, beginnt auch den 3. Satz sowie den 5. Satz (Tiebreak) mit dem Aufschlag. Satz 2 und 4 beginnt der andere Spieler mit dem Aufschlag. In den Sätzen 2 bis 5 wählt jeweils immer der, der zuerst aufschlägt, auf welcher Seite er die ersten 3  Games (bzw. die ersten 6 Punkte im Tiebreak statt des 5. Satzes) spielen möchte.

Regeln für Tiebreak-Shootout

Es werden von jedem Team 3 Spieler nominiert. Die addierte ITN der 3 Spieler muss den Vorgaben des jeweiligen Bewerbes entsprechen (Ausnahme: offener Bewerb Damen/Herren). Es gibt auch keine weitere Beschränkung für den Spieler auf Position 1 (im Gegensatz zum 1. Einzel, wo ein gewisser ITN-Wert nicht  unterschritten werden darf).
Die Spieler treten in der Reihenfolge ihres ITN-Wertes gegeneinander an (bester ITN-Wert zuletzt). Die ersten beiden Duelle werden als normales Tiebreak (bis 7) ausgetragen. Bei einem Spielstand von 6:6 ist das Tiebreak ebenfalls beendet. Das letzte Duelle wird als Matchtiebreak (bis 10) ausgetragen. Hier wird allerdings (falls erforderlich) auf 2 Punkte Unterschied gespielt.
Die ersten beiden Tiebreaks beginnen jeweils bei 0:0. Das Matchtiebreak der beiden "Einser" wird mit der entsprechenden Punktedifferenz  begonnen, die die ersten beiden Tiebreaks ergeben. Hat ein Team nach den ersten beiden Tiebreaks bereits 10 Punkte Vorsprung, so ist das Shootout entschieden. Sollte es nach Ende des Shootouts zu einem Punktegleichstand kommen, dann hat das Team gewonnen, das das Matchtiebreak der beiden "Einser" gewonnen hat.
Zu Beginn des Shootouts wird gewählt. Das Siegerteam darf nach den allgemein gültigen Regeln aussuchen. Im zweiten Tiebreak wechselt das Wahlrecht zum anderen Team. Im letzten Tiebreak darf dann das Team wählen, das zurückliegt. Sind beide Teams gleich, wählt wieder das Team, das im ersten Tiebreak gewählt hat.

Bälle

In der Qualifikationsphase muss der Heimverein die jeweiligen Bälle auflegen, die er genannt hat.

Ab der Hauptrunde werden die Bälle vom Veranstalter zur Verfügung gestellt. Dazu erhalten alle Heimvereine der ersten Hauptrunde 8 Dosen Bälle (doppelte Menge) vom Veranstalter zugeschickt. Die 4 nicht gebrauchten Dosen behält das Siegerteam für die nächste Runde. Sollten aus irgendwelchen Gründen mehr Dosen gebraucht werden, dann verbleiben eben nur die restlichen Dosen beim Siegerteam. Bitte dann Meldung an den Veranstalter um eventuelle Engpässe korrigieren zu können. Der Veranstalter behält sich vor, diese dann in Rechnung zu stellen.

Es müssen für jedes der 4 Matches jeweils mindestens 3 neue Bälle aufgelegt werden, mit welchen dann das gesamte Match zu spielen ist.

Zum Einspielen beim 1. Doppel können zwei Dosen geöffnet werden. Eine Dose ist dann für das zweite Doppel nach dem Einspielen auf die Seite zu legen.

Störballregel (optional)

Diese Regel wird nur dann angewandt, wenn sich beide Spieler (alle 4 im Doppel) zu Beginn eines Matches einvernehmlich darauf einigen!

Wir erhoffen uns, durch diese Regelung mehr Spielfluss und Fairness zu erreichen, damit ein auf das Feld rollender Ball nicht mehr - wie leider immer wieder mal vorkommt - als taktisches Mittel eingesetzt werden kann.
Außerdem bieten wir diese Regel auch deshalb an, da es durch die parallel Durchführung von Einzel und Doppel öfters zu dieser Situation kommen kann!

DIE EINFACHE ERKLÄRUNG:
Nähert sich ein Ball gefährlich seinem Gegner, dann hat man ihn selbstverständlich zu warnen und das Spiel zu unterbrechen. Alles andere entscheidet ausschließlich der Spieler (nach ein paar Vorgaben), auf dessen Seite der Ball ins Feld rollt. Also im Prinzip so, wie man es immer macht, wenn man frei Tennis spielt.

DIE GENAUE ERKLÄRUNG:

Wann kann ein Spieler unterbrechen, auf dessen Seite der Ball ins Feld rollt:

Eine Spielunterbrechung kann (bis auf wenige Ausnahmen) nur von dem Spieler herbeigeführt werden, auf dessen Seite der Ball in das Feld rollt. Dazu muss der Störball aufgenommen oder auf den anderen Platz zurückgespielt werden und dem Gegner durch Heben der Hand signalisiert werden, dass der Ballwechsel zu unterbrechen ist. Bälle, die nicht aufgenommen oder weggerollt werden können, sind keine Störbälle, außer sie kommen im Spielfeld (innerhalb der gültigen Linien) zu liegen!
Kommt ein Ball innerhalb der gültigen Linien zu liegen und wird durch den Spieler auf dieser Seite ein weiterer Schlag durchgeführt, dann kann dieser Ball nicht mehr als Störball geltend gemacht werden!

Ausnahmen, wann der Spieler auf der anderen Seite entscheiden darf:

Rollt der Ball für den Gegner offensichtlich unbemerkt von ihm nicht erkennbar von hinten oder seitlich direkt auf ihn zu oder bleibt in unmittelbarer Nähe von ihm liegen, dann muss im Sinne von "Sicherheit geht vor" vom Spieler auf der anderen Seite auf Störball entschieden werden (wieder durch ein deutliches Zeichen mit der Hand).

Wichtig:
Alles, was sich vor einem Spieler in seiner Hälfte abspielt, liegt ausschließlich in seinem Ermessen. 

 

ITN-Vorgaben

Offenen Bewerbe Damen und Herren:

Bei den beiden offenen Bewerben gelten grundsätzlich schon mal die Vorgabe bei den Spielerlisten (ITN Schnitt der ersten 6 bzw. 5 genannten Spieler - siehe Spielklassen).
Weiters gelten für die Einzelspieler in Durchgang 2 folgende ITN-Werte als Obergrenzen:

  • Offener Bewerb Herren: 5,0
  • Offener Bewerb Damen: 8,0

Diese Grenzen dürfen nur überschritten werden, wenn keine anderen Spieler mehr zur Verfügung stehen (d.h. es dürfen keine Spieler im 2. Doppel eingesetzt werden, wenn sie für das 2. Einzel spielberechtigt wären und die ITN Vorgaben erfüllen würden).

Alle anderen Bewerbe:

Pro Durchgang (1. Einzel + 1. Doppel bzw. 2. Einzel + 2. Doppel) müssen jeweils die ITN-Vorgaben für den jeweiligen Bewerb erfüllt werden. 
Beispiel: Im Bewerb ITN 16+ müssen die 3 Spieler, die im ersten Durchgang (1.Einzel + 1. Doppel) am Platz stehen, gemeinsam einen ITN-Wert von 16,0 oder höher haben. Das Gleiche gilt für den 2. Durchgang (2. Einzel + 2. Doppel). 
Weiters gelten für die Einzelspieler in Durchgang 1 folgende ITN-Werte als Untergrenzen:

  • ITN 12+ Bewerb: 3,5
  • ITN 16+ Bewerb: 4,7
  • ITN 20+ Bewerb: 6,0
  • ITN 22+ Damen: 6,7

Für das Doppel gibt es keine weiteren Beschränkungen.

Werden die vorgegebenen ITN-Werte nicht eingehalten, werden die jeweiligen Durchgänge wo das passiert (ein Durchgang besteht immer aus den parallel laufenden Einzel und Doppel) mit 2:0 (jedes der beiden Spiele jeweils mit 4:0, 4:0, 4:0) für den Gegner gewertet.

Kann der Wert aufgrund einer Verletzung eines Spielers (w.o im ersten Durchgang) nicht mehr erreicht werden, so kann dieser Spieler trotzdem im 2. Durchgang sowie im Tiebreak-Shootout aufgestellt werden.

Jedes Spiel, das aufgrund eines Nichtantreten eines Spielers (aus welchen Gründen auch immer) nicht gespielt werden kann, wird mit 4:0, 4:0, 4:0 für den Gegner gewertet. Beim Tiebreak-Shootout wird das jeweilige Tiebreak mit 7:0 für den Gegner gewertet.

Die Teilnehmer der ersten Hauptrunde:

Die erste Hauptrunde wird mit einem der folgenden Raster gespielt:

  • 8'er Raster ( bis 16 Teilnehmer)
  • 16'er Raster (17 - 32 Teilnehmer)
  • 32'er Raster (33 - 64 Teilnehmer)

Grundsätzlich scheiden jeweils soviele Mannschaften in der Qualifikation aus, dass dieser Raster erreicht wird.

Sonderregelung bei 17 bis 20 Teilnehmer:
Die 2 besten Mannschaften aus der Qualifikation sind für die 2. Hauptrunde gesetzt. 12 weitere Mannschaften (entsprechend der Reihenfolge in der Qualifikation) bilden die 6 Duelle der ersten Hauptrunde.

Sonderregelung bei 33 bis 38 Mannschaften:
Die 3 besten Mannschaften aus der Qualifikation sind für die 2. Hauptrunde gesetzt. 26 weitere Mannschaften (entsprechend der Reihenfolge der Qualifikation) bilden die 13 Duelle der ersten Hauptrunde.

Setzung der Mannschaften:

Für die Auslosung in der KO-Phase werden die Mannschaften entsprechend ihrer Reihung in der Qualifikation gesetzt. Gesetzte Mannschaften können nicht gegeneinander gelost werden. Dazu wird wie folgt vorgegangen:

  • In jedem Bewerb wird nach der Qualifikation eine Reihung aller Mannschaften wie unter Punkt "Modus des gesamten Bewerbs" gemacht.
  • Für die erste Hauptrunde wird die erste Hälfte der Mannschaften gesetzt. Sind aufgrund der Sonderregelung bei gewissen Teilnehmerzahlen Teams schon für die 2. Hauptrunde qualifiziert, dann reduziert sich die Zahl der gesetzten Teams entsprechend.
  • Für jede weitere KO-Runde wird die Anzahl aller gesetzten Mannschaften, die  die vorige KO-Runde überstanden haben halbiert (wenn nötig auf die nächste ganze Zahl abgerundet) und diese Menge an Mannschaften dann wieder entsprechend ihrer Reihung aus der Qualifikationsphase gesetzt.
  • Gesetzte Mannschaften werden nur solange nicht gegeneinander gelost, solange damit keine anderen Regeln verletzt werden (zB. keine Wiederholung von Duellen aus der Qualifikation).

Auslosung und Heimrecht

Qualifikation:
In der 1. Qualifikationsrunde wird einfach gelost. Der zuerst gezogene Verein hat Heimrecht. Für die 2. Qualifikationsrunde werden alle Mannschaften, welche in der ersten Runde Heimrecht hatten in einen Topf geworfen sowie auch alle anderen. Somit ist sichergestellt, dass jeder Verein 1 x Heimrecht hat.

KO-Phase:

In der ersten Hauptrunde werden die gesetzten und die ungesetzten Mannschaften in unterschiedliche Töpfe gegeben. Bei allen ungeraden Duellen (1,3,5, ...) wird zuerst eine Mannschaft aus dem Topf der gesetzten Mannschaften gezogen, anschließend der entsprechende Gegner aus dem Topf der ungesetzten Mannschaften gezogen. Bei allem geraden Duellen (2,4,6, ...) genau umgekehrt. Bei allen ungeraden Duellen haben die gesetzten Teams Heimrecht, bei allen geraden Duellen die ungesetzten.

Ab der zweiten Hauptrunde wird wie folgt vorgegangen:
Es werden wieder die gesetzten und ungesetzten Mannschaften markiert. Alle Mannschaften, die noch kein Heimspiel hatten werden wieder in den Heimtopf geworfen. Sofern es die möglichen Konstellation erlauben, werden gesetzte Mannschaften nicht gegeneinander gelost.

ACHTUNG:

Da es ja in der KO-Phase (Ausnahme nur im Halbfinale möglich, sofern das Recht auf ein Heimspiel in der KO-Phase dadurch nicht verletzt wird) zu keiner Wiederholung eines Duells aus der Qualifikationsrunde kommen darf, werden im Vorfeld jeder Auslosung diverse Mannschaften bereits auf den Raster gesetzt und nur mehr die Gegner zugelost. Wird dann ein Duell gezogen, dass es schon gab, dann rutscht die als zweite gezogene Mannschaft in das nächste mögliche Duell.Treffen in einem Halbfinale wieder zwei gleiche Gegner aus der Qualifikation aufeinander, dann hat die Mannschaft Heimrecht, die in der Qualifikation auswärts antreten musste.

Termine und Terminfindung

Es gibt für jede Runde einen CUP-Termin, der vom Veranstalter vorgegeben wird, und an dem gespielt werden muss, sofern die Mannschaften keinen anderen Termin finden. Weiters gibt es einen Ersatztermin (letztmögliches Datum = Tag vor der nächsten Auslosung), an welchem bei Schlechtwetter ausgewichen werden kann. An diesem Ersatztermin ist allerdings eine Halle zu reservieren. Um an diesem Ersatztermin mehrere Duelle in einer Halle zu ermöglichen, kann hier nur zu bestimmten Startzeiten begonnen werden:

  • 09:00 Uhr
  • 13:00 Uhr
  • 17:00 Uhr

Darüber hinaus kann über das Terminfindungsmodul jeder beliebige Spieltermin gewählt werden.

Falls Spiele bis zum spätest möglichen Termin (=Ersatztermin) nicht stattfinden (Ausnahme: eine Mannschaft gibt w.o.), so scheiden beide Mannschaften aus dem Bewerb aus.

Die Heimvereine sind dazu angehalten, die Terminvorschläge möglichst zeitnah nach der Auslosung bekannt zu geben. Im Sinne eines reibungslsoen Ablaufes ist dies unbedingt erforderlich. Im gemeinsamen Einverständnis kann jederzeit ein neuer Termin über das Modul vereinbart werden!

Terminfindungsmodul:
Über das Terminfindungsmodul kann der Heimverein dem Gastverein weitere Termine vorschlagen . Hier sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt, weil es ja das Ziel ist, aus diesen CUP-Spielen kleine Events für die Tennisvereine zu machen. Daher kann zu den Terminen auch immer eine kleine Bemerkung dazugeschrieben werden, wenn gewisse Termine vom Heimverein bevorzugt werden. Letztendlich bleibt es aber dem Gastverein überlassen, sich für einen Termine zu entscheiden.

Der Veranstalter appeliert an die Flexibilität aller Teilnehmer, weil es ja Grundgedanke der Veranstaltung ist, Mannschaftsbewerbe interessanter für die Zuschauer zu gestalten - und je mehr sich abspielt, umso leichter sind Leute zu begeistern.

Terminwahl durch Gastverein:
Termine durch den Gastverein müssen mindestens 5 Tage vor dem Spiel gewählt werden. Werden Termine kurzfristiger ausgemacht, dann bitte nur mit telefonischer Rücksprache mit dem gegnerischen Mannschaftsführer.

Sollte aufgrund von Schlechtwetter an dem vereinbarten Termin nicht gespielt werden können, so ist von den beiden Mannschaftsführern selbstständig ein neuer Termin zu vereinbaren und auf nuLiga zu hinterlegen. Wird hier keine Einigung erzielt, dann wird automatisch der Ersatztermin zum Pflichttermin - Heimverein wählt die Zeit!

NuLiga-Pflichten des Heimvereins:

Spieltermineintrag durch Heimverein:
Der Heimverein hat nach erfolgter Terminwahl durch den Gastverein diesen auf NuLiga einzugeben (hier ist jeweils der vom Veranstalter vorgegebene Termin hinterlegt). Wird an diesem vorgegenen Termin gespielt, ist nichts zu machen, ansonsten bitte einfach die Terminverschiebung eingeben.

Ergebniserfassung durch Heimverein:
Der Heimverein hat auf NuLiga das Ergebnis zu erfassen. Hierzu bitte die jeweiligen Spieler für die beiden Einzel und Doppel auswählen. Als Ergebnis ist dann in der Spalte von Satz 1 einfach das Satzergebniss des Spiels einzutragen (3:0, 3:1 oder 3:2 für die jeweilige Mannschaft). Ein allfälliges Tiebreak-Shootout wird in einem Extrabereich mit einem 1:0 für die jeweilige Mannschaft erfasst.

Haftung

Der Veranstalter übernimmt keine Haftung für Schäden geistiger oder körperliche Natur, die aufgrund der Teilnahme an dieser Veranstaltung entstehen.

Der Veranstalter kann für keine Sachschäden, die im Zuge dieser Veranstaltung gemacht werden, zur Rechenschaft gezogen werden.

Schlussbestimmungen

 In allen Fällen, die durch die vor angeführten Bestimmungen nicht geregelt sind, entscheidet der Veranstalter. Verstöße können zudem auch nach der WO/ÖTV geahndet werden. Im Übrigen gelten die Bestimmungen der WO/ÖTV, der TR und der VR/ÖTV in der jeweils gültigen Fassung. Ausnahmen vom Regelwerk können in begründeten Fällen nach schriftlichem Ansuchen vom Veranstalter genehmigt werden.